„Ossietzky geht nach Hause“
Anlässlich des 70. Todestages von Carl von Ossietzky (+ 4. Mai 1938) entstand die Idee, den Namensgeber der Schule einmal näher ins Visier zu nehmen. In einem langen Arbeitsprozess entwickelte sich eine „Revue“, ein Theaterstück mit Musik.
Von Anfang an waren Lehrer und Schüler an der Entwicklung mit beteiligt, schließlich wurde es ein Projekt der Stufe 11 des Schuljahres 2008/2009 (aus den Musikkursen), der Theater-AG von Frajo Graf und dem Schulchor, der den gesamten musikalischen Part übernahm (Strawinskys Psalmensinfonie, Lieder der 20er Jahre, Volkslieder).
Das „Buch“ entwickelte Axel Hinz aus einer akribischen Recherche von Originaltexten, die sinngemäß in den Ablauf der Handlung integriert sind. –
Wir hofften, dass durch unser Stück die Person des Carl von Ossietzky „lebendig“ wird, dass er uns aus der Vergangenheit entgegentreten würde und uns auch heute etwas zu sagen haben würde.
Die Aufführungen im Mai 2009 in unserer Aula waren ausverkauft. Schnell sprach sich herum, dass dies ein ganz außergewöhnliches Projekt sei. Besonders die Szene der Theater-AG von Frajo Graf wurde als sehenswert eingestuft (Inhalt: Einige Kinder „mutieren“ zu Nazis). Aber auch die darstellerische Leistung der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, des Regisseurs Axel Hinz als Carl von Ossietzky und der Lehrerin Gisela Gamst als Maud von Ossietzky trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
So wurde die Revue im November 2009 beim Schulkulturfestival in der Bundeskunsthalle noch zweimal aufgeführt : diesmal auch im Vormittag für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 unserer Schule.
Die Internationale Liga für Menschenrechte wurde auf uns aufmerksam und lud uns nach Berlin ein, um bei der Verleihung der Ossietzky-Medaille 2009 im Rahmenprogramm aufzutreten. Wir spielten dort als Ausschnitt die Szene mit den Künstlerinnen, die ins Exil gehen und ernteten großen Beifall.
Außerdem nutzten wir die Berlinreise dazu, einen ersten Kontakt zur Berliner Carl-von-Ossietzky-Oberschule herzustellen.
Eine DVD der Premierenaufführung ist bei den Musiklehrern (Herr Grünter und Herr Cella) käuflich zu erwerben.
Zur Handlung :
Es ist der Abend des Reichstagsbrands 1922 : Ossietzky ist auf dem Weg nach Hause. Ihm begegnen die Jugendlichen Anne, Hans und Hermann. Letzterer möchte sich den Nazis anschließen.
Der Conferencier des Abends fordert Ossietzky auf, etwas zu unternehmen, dieser jedoch möchte noch „warten“.
Künstlerinnen packen ihre Koffer, um ins Exil zu gehen.
Im Gespräch mit dem Conferencier erläutert Ossietzky, warum er nicht fliehen wird und wer Schuld hat am Untergang der Weimarer Republik, die mit dem Reichstagsbrand untergegangen ist.
Schließlich kommt Ossietzky zuhause an, wo er von seiner Frau Maud schon sorgenvoll erwartet wird.
Mitwirkende
Carl von Ossietzky - Axel Hinz
Conferencier - Anna Vortmann
Anne - Franziska Otto
Herrmann - Marius Franke
Hans - Ansgar Faßbender
Zeitungsjunge - Jan Ott
Die „Diven“ - Christina Walter, Kathrin Brittnacher, Eva-Lotte Weffer, Katharina Riedel, Lisa Borchmann
Drei Bürger - Christine Sanders, Anna Vortmann, Pia Zimbal-Lebherz
Drei Studenten - Kathrin Brittnacher, Lisa Borchmann, Christina Walter
Drei Arbeiter - Katharina Riedel, Thyra v. Bornstaedt, Miriam Sturm
Bedienung - Caroline Grimm
Sturmtruppführer Möller - Martina Tappe
Sturmunterführer Pius - Pia Zimbal-Lebherz
Nazis - Thyra von Bornstaedt, Lena Meier, Anne Hannken, Miriam Sturm
Ein Richter - Christina Walter
Ein Militäroffizier - Lisa Borchmann
Ein Wirtschaftsbonze - Jan Janicki
Mutter Elsa - Katrin Brittnacher
Vater - Christine Sanders
Tochter Senta - Christine Schlicht
Die „Bergvagabunden“ - Konstantin Baumann, Jonas Beckmann, Alexander Bodenstein, Linda Borgardt, Jeannine Bussjäger, Anika Damm, Bela Dietrich, Heike Eisfeld, Lisa Himmelreich, Lea Kämper, Miriam Kostka, Milan Lülsdorf, Luisa Nienhaus, Lisa Schade, Nora Schmitz, Eva Slawik, Lea Steinfels, Hanna Troles, Lea Voss, Julia Wörner, Kristin Ziegelbauer
Maud von Ossietzky - Gisela Gamst
Volk auf der Straße - Theresa Mikulski, Sophie Borggrefe, Luisa Paul,
Anke Göbel, Ksenia Danilova, Katharina Roß,
Pauline Weismann, Julia Reifferscheid, Johannes zur Bonsen, Jan Janicki
Der Schulchor des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums
Klavier - Lukas Kunz, Markus Grünter
Text und Regie - Axel Hinz
Regie „Bergvagabunden“ - Frajo Graf
Regieassistentin/Souffleuse - Lena Kolits
Recherche - Ansgar Fassbender
Organisation/ Musikalische Leitung - Markus Grünter
Kostüme - Axel Hinz, Ingrid Dotzauer
Technik - Konstantin Raschke, Gerrit Niehuss
Plakat/DVD-Layout - Edgar Just
DVD (Film und Schnitt) - Peter+Timm Dygatz



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